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Geschichte

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Georgensgmünd im Jahre 1875

Die erste Vorstandschaft der FF Georgensgmünd

Die Geschichte der Gmünder Feuerwehr beginnt im Jahr 1875. In den Sitzungen vom 14. Januar und 26. Februar diesen Jahres befaßte sich der Gemeinderat unter Vorsitz des damaligen Bürgermeisters Schuh mit einem Zuschußantrag für eine zu gründende Freiwillige Feuerwehr. Die war zur wirksamen Brandbekämpfung des gewachsenen Ortes dringend notwendig geworden. Den Antrag gestellt hatte der jüdische Kaufmann Josef Welsch.

An einem Donnerstag Abend, dem 3. Juni 1875, lud die provisorische Vorstandschaft, bestehend aus den Bürgern Josef Welsch, Lippmann Gern, Karl Fauser und Johann Schleusinger, die Gmünder in die Schlössleinswirtschaft nach Friedrichsgmünd ein. 51 Herren waren damals der Einladung zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Georgensgmünd gefolgt und alle traten sie bei. Josef Welsch wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt und blieb es - mit kurzen Unterbrechungen - ein Vierteljahrhundert lang.

Josef Welsch wurde am 20. Juni 1841 als Sohn des Religionslehrers Hirsch Welsch und seiner Frau Sara (geb. Gern) in Georgensgmünd geboren. Er wuchs im Lehrerwohnhaus an der Synagoge auf (heute: Am Anger 9). Später wohnte er in Friedrichsgmünd, Hausnr. 47, betrieb eine Brokatschlägerei in Oberheckenhofen und betätigte sich im Mehlhandel. Am 23. März 1916 starb Josef Welsch und wurde auf dem jüdischen Friedhof am Ort beigesetzt.

2010 bis heute

2016

  • Umbau der alten Trafostation im Feuerwehrhaus zu einem Stellplatz für das MZF
  • Planung und Ausschreibung eines HLF 20 als Ersatzbeschaffung für das alte LF 16/12
  • Übergabe der Verantwortung für die Floriansstube von Lothar Zindler an Thomas Meyer
  • 4-tägige Busfahrt nach Hamburg 
  • größere Gefahrgutübung im Hallenbad mit der FF Petersgmünd und FF Bernlohe
  • Anzahl der Einsätze: 62 

2015

  • Teilnahme am Feuerwehrfest in Veitserlbach
  • Tagesausflug ins AKW Gundremmingen und ins Magirusmuseum nach Ulm, wo unser TLF 15 als Leihgabe steht
  • Brückenbau am Bruckespan durch die Feuerwehr Georgensgmünd mit Beteiligung der Firma O-Lux (BILD)
  • Durchführung eines „Tag der offenen Tür“ bei der Feuerwehr
  • Neuanschaffung von Hebekissen
  • Anzahl Einsätze: 85 

2014

  • Teilnahme am Feuerwehrfest in Rittersbach
  • Tagesausflug in ein Ziegelwerk mit anschließender Besichtigung des Hopfenmuseums in Wolnzach
  • Neuanschaffung der Digitalfunkgeräte, neuer Einsatzjacken durch die Gemeinde sowie einer neuen Wärmbildkamera der Firma Toolcraft
  • Anzahl Einsätze: 72

2013

  • Teilnahme am 100-jährigen Jubiläum des TSV Georgensgmünd sowie am 140-jährigen Jubiläum der Krieger- und Reservistenkameradschaft
  • Mehrtagesfahrt nach Wien
  • Highlight war das BR3 Dorffest mit ca. 60.000 Besuchern bei dem die Sicherheit durch den massiven Personaleinsatz der Feuerwehr gewährleistet wurde
  • Neuanschaffung eines Verkehrssicherungsanhängers und einer Strahlenschutzausrüstung
  • Anzahl Einsätze: 79

2012

  • Teilnahme am Feuerwehrfest in Wernsbach
  • Tagesausflug: Besichtigung Holzwerk Binder in Kösching sowie Z-Fensterbau in Herrnwahlthann
  • Kreisjugendfeuerwehrtag in Georgensgmünd mit 43 Gruppen und über 500 Jugendlichen
  • Anschaffung eines Schneidgerätes der Firma Lukas, eines Gasmessgerätes sowie eines Mannschaftstransportwagens mit Beteiligung des Feuerwehrvereins an der Finanzierung
  • Mehrere schwerere Verkehrsunfälle mit teils tödlichem Ausgang
  • Brand landwirtschaftliches Anwesen in Altenheideck
  • Anzahl Einsätze: 60

2011

  • Teilnahme an den Feuerwehrfesten der Ortswehren Untersteinbach und Obersteinbach
  • Mehrtagesausflug ins Ruhrgebiet
  • Neuanschaffung eines Überdrucklüfters und eines Wasserwerfers
  • Durchführung eines „Tag der offenen Tür“ bei der Feuerwehr
  • Im August unterstützten Feuerwehrkameraden die Gemeinde beim Neubau des Angersteges (BILD)
  • Brand landwirtschaftlicher Anwesen in Hauslach & Liebenstadt
  • Großbrand einer Firma in Hilpoltstein
  • Anzahl Einsätze: 61

2010

  • Teilnahme an den Feuerwehrfesten in Wasserzell und Roth
  • Tagesfahrt zu Mercedes nach Rastatt sowie zum Flughafen und zu BMW nach München
  • Das LF 8 wurde altersbedingt im Juni durch den Gerätewagen Logistik II mit Zusatzbeladung Wasserversorgung ersetzt
  • Wahl der Kommandanten: Der Kommandant Roland Ritthammer und sein Stellvertreter Klaus Wolfsberger wurden in Ihren Ämtern bestätigt
  • Wahl des Vorstandes: 1. Vorstandsvorsitzender Lothar Zindler, 2. Vorstandsvorsitzender Marco Schneck, Schriftführer Konrad Winkler, Kassier Thomas Bretzner
  • Roland Ritthammer löst Erwin Schlager als KBI ab
  • Erneute Wahl der Kommandanten: Kommandant Klaus Wolfsberger, Stellvertreter Christian Tempelmeier
  • Klaus Wolfsberger wird im August zum KBM bestellt. Er übernimmt den Brandbezirk Georgensgmünd und Röttenbach-Mühlstetten sowie das Fachgebiet vorbeugender Brandschutz
  • Brand am Marktplatz: In einer alten Bäckerei explodierte ein ehemaliger Backofen
  • Brand in einem Regionalexpress der DB: Nach Erdung der Oberleitung durch die Feuerwehr wurden aus dem Zug rund 100 Reisende evakuiert
  • Überschattet wurde das Jahr durch zwei Alarmierungen zu Unfällen von Feuerwehrkameraden, bei denen leider einer tödlich endete
  • Anzahl Einsätze: 48
Brückenbau 2015
Tag der offenen Tür 2015
Kreisjugendfeuerwehrtag in Gmünd 2012
Spielstationen am Kreisjugendfeuerwehrtag
Siegerehrung Kreisjugendfeuerwehrtag
 
 
 

2000 bis 2009

2009

  • Teilnahme an den Feuerwehrfesten in Wolkersdorf, Bernlohe, Mauk-Obermauk, Wallesau und Pfaffenhofen
  • Teilnahme am 50-jährigen Jubiläum des TSV Rittersbach sowie am 100-jährigen Jubiläum der BRK-Bereitschaft Georgensgmünd
  • Verkehrsunfall zwischen Rittersbach und Georgensgmünd mit drei eingeklemmten Personen
  • Großbrand einer Feldscheune in Oberheckenhofen
  • Überörtlicher Gefahrgutunfall auf der A9 bei Offenbau
  • Anzahl Einsätze: 45

2008

  • Teilnahme am Feuerwehrfest in Stirn und am 125-jährigen Bestehen unsere Patenwehr der Freiwillige Feuerwehr Petersgmünd
  • Am 18.April wurde Bürgermeister Klaus Wernard im Rahmen eines großen Zapfenstreiches mit musikalischer Begleitung der Jugendkapelle verabschiedet
  • Besonders gefordert war die Feuerwehr bei Einsätzen wegen des Sturmtiefs „Emma“
  • Anzahl Einsätze: 54

2007

  • Beteiligung der Feuerwehr am „Tag der offenen Tür“ der Gemeindeverwaltung im Mai
  • Brand im Lagerraum eines Blockheizkraftwerkes
  • Besonders gefordert war die Feuerwehr bei Einsätzen wegen des Sturmtiefs „Kyrill“
  • Anzahl Einsätze: 61

2006

  • Tagesfahrt zu den Knauf-Werken
  • Durchführung eines „Tag der offenen Tür“ bei der Feuerwehr im September
  • Einführung regelmäßigen Dienstsportes mit den Sportarten Laufen, Radfahren und Schwimmen. Die Gemeinde Georgensgmünd stellt das Hallenbad hierfür kostenlos zur Verfügung
  • Überörtliche Hilfe beim Schneeräumen im Landkreis Passau und der Stadt Regen
  • Anzahl Einsätze: 57

2005

  • Teilnahme an den Feuerwehfesten in Götzenreuth/Gauchsdorf, Enderndorf und Leerstetten
  • Tagesausflug ins Zillertal: Besichtigung eines Leimbinder- und Großsägewerkes
  • Besichtigung der WTD 81 in Greding sowie der Felsenbräu-Brauerei in Thalmannsfeld
  • Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges das durch ein Darlehen des Feuerwehrvereins an die Gemeinde, einer finanziellen Beteiligung der Feuerwehr sowie Spenden der Firma Feil und eines Feuerwehrkameraden finanziert wurde
  • Überschwemmung von Röttenbach, Mühlstetten und Teile von Georgensgmünd nach sintflutartigen Regenfällen
  • Anzahl Einsätze: 41

2004

  • Teilnahme an den Feuerwehrfesten in Rothaurach, Aurau, Mischelbach und Rednitzhembach
  • Teilnahme an der 700-Jahr-Feier der Gemeinde Georgensgmünd
  • Ausflüge zur KZ-Gedenkstätte Dachau, zum Bayrischen Landtag und zur Firma Fischer Dübel
  • Wahl der Kommandanten: Der Kommandant Roland Ritthammer und sein Stellvertreter Klaus Wolfsberger wurden in Ihren Ämtern bestätigt
  • Wahl des Vorstandes: 1. Vorstandsvorsitzender Lothar Zindler, 2. Vorstandsvorsitzender Alexander Wernard, Schriftführer Konrad Winkler und der Kassier Gerhard Nagel wurden in Ihren Ämtern bestätigt
  • Großbrand Holzwerk Heider in Beerbach
  • Anzahl Einsätze: 61

2003

  • Mehrtagesfahrt nach Graz
  • Neuanschaffung einer Hochwassertauchpumpe sowie eines Atemschutzprüfgerätes incl. EDV-Anlage
  • Zwei Großbrände im Sandwerk Feil sowie in der Gaststätte in Obersteinbach o.G.
  • Anzahl Einsätze: 57

2002

  • Teilnahme an den Feuerwehrfesten in Altenfelden, Wassermungenau und Ottersdorf
  • Durchführung eines „Tag der offenen Tür“ bei der Feuerwehr am 29. September
  • Umbau der Kleiderkammer und Sanierung des Weihers
  • Anschaffung eines Hebekissens durch eine Spende der Firma JVK
  • Großbrand in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Wasserzell nach einem Blitzeinschlag
  • Anzahl Einsätze: 64

2001

  • Teilnahme an den Feuerwehrfesten in Katzwang, Theilenberg, Fischbach sowie unserer Patenwehr in Mosbach
  • Mehrtagesfahrt nach Berlin
  • Übergabe des neuen Löschfahrzeuges LF 16/12 als Ersatz für das alte Tanklöschfahrzeug 16/25
  • Anschaffung von 100 neuen Schutzanzügen für die Ortswehren
  • Anzahl Einsätze: 75

2000

  • Teilnahme an den Feuerwehrfesten in Birkach, Penzendorf, Sperberslohe, Gustenfelden, Heuberg, Rohr und Offenbau
  • Tagesfahrt nach Würzburg: Besichtigung des Tunnelrettungszuges
  • Anschaffung einer Wärmebildkamera mit Fernthermometer sowie eines Airbag-Rückhaltesystems „Octupus“
  • Großbrand in der Spalter Altstadt
  • Anzahl Einsätze: 62

1976 bis 2000

Übergabe TLF16 im Jahr 1976

Mit dem Eintritt ins 2. Jahrhundert ihres Bestehens begann für unsere Wehr ein neues Zeitalter. Die Feuerwehr wurde zum sprichwörtlichen "Mädchen für alles", wobei besonders die technische Hilfeleistung mehr und mehr an Bedeutung gewann. Deutlich wird dies an der Einsatzstatistik: waren 1976 noch 29 Einsätze zu verzeichnen, musste 1997 bereits 89 mal - davon alleine zu 78 technische Hilfeleistungen - ausgerückt werden. Voraussetzung für die Bewältigung dieser neuen Herausforderungen war die Ausstattung der Wehr mit den nötigen technischen Einrichtungen. Der Erwerb eines Tanklöschfahrzeuges TLF 16 im Jahr 1976 mit Schneidgerät, Rettungsspreizer und -zylinder, Notstromaggregat, Halogenscheinwerfern und schwerem Atemschutzgerät stellte die Grundausrüstung dar.

Doch spätestens mit der Anschaffung des neuen Fahrzeuges wurde ein elementares Problem offenkundig: für die Wartung und die Pflege der Ausrüstung waren nicht die erforderlichen Räumlichkeiten vorhanden. Der überwiegend von den Wehrmännern durchgeführte Erweiterungsbau stellte nur eine Notlösung dar. Die Gerätewarte konnten ihre Aufgaben nur unzureichend und teilweise unter nicht akzeptablen Bedingungen erfüllen. So musste z.B. die nach jeder Übung und nach jedem Einsatz erforderliche Reinigung der Atemschutzmasken in Privatwohnungen durchgeführt werden. Ein langer Kampf um ein neues Gerätehaus begann.

Mit der neuen Technik kamen auf die Wehrmänner auch neue Aufgaben hinzu. Um in jeder Lage und zu jeder Zeit die Ausrüstung richtig bedienen und effektiv einsetzen zu können, musste die Ausbildung erheblich intensiviert werden. Neben den normalen Übungen waren zusätzliche spezielle Übungen u.a. für Atemschutzgeräteträger und Maschinisten erforderlich. Mit der 1979 installierten Funkalarmierung, und den Einbau von Funkgeräten in die Fahrzeuge kam ein weiterer Ausbildungsschwerpunkt hinzu. Daneben erhöhte sich die Teilnehmerzahl an Lehrgängen auf regionaler Ebene und insbesondere an den Feuerwehrschulen. Die Bereitschaft der Wehrmänner zur ständigen Weiterbildung soll hier lobend hervorgehoben werden. Daß sie ihr Handwerk gelernt haben und für ihre Aufgaben gerüstet sind, bewiesen sie in bemerkenswerter Weise 1981, als das Leistungsabzeichen gleich von 7 Gruppen abgelegt wurde - eine bis dahin einmalige Leistung im Landkreis. Ihre körperliche Fitness hatten 21 Kameraden schon 1977 unter Beweis gestellt: im Rahmen der Veranstaltung "Die sportlichste Gemeinde" erwarben sie das Sportabzeichen.

Bald war allen Verantwortlichen klar, daß die hohen zusätzlichen Belastungen nur mit einer starken aktiven Mannschaft zu bewältigen sind. Deshalb wurde die Werbung neuer Mitglieder mit Erfolg forciert. Von 228 Mitgliedern 1976 stieg die Zahl bis zum Ende 1999 auf 288, wovon über 80 im aktiven Dienst stehen. Da sich unter den Neuaufnahmen erfreulicherweise viele junge Feuerwehrdienstleistende befanden, war die Gründung einer Jugendgruppe im Jahr 1982 nur die logische Konsequenz. Einen Höhepunkt in der Jugendarbeit stellte der vom 11. bis 12. Juli 1998 mit großem Erfolg von der Gmünder Wehr ausgerichtete 17. Kreisjugendfeuerwehrtag dar.

Mit der Ausweisung eines Gewerbegebietes und der damit verbundenen Ansiedlung von weiteren Betrieben und einem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen stieg auch das Gefahrenpotential und die Zahl der Einsätze. Dieser Tatsache trug die Gemeinde 1986 mit der Beschaffung eines Einsatzleitwagens ELW 1 und eines Löschgruppenfahrzeuges LF 8 Rechnung. Doch auch von unseren Gmünder Unternehmern wurde die Wichtigkeit einer gut ausgerüsteten und ausgebildeten Feuerwehr erkannt. Mit großzügigen Spenden und Sachleistungen trugen sie dazu bei, daß die Ausrüstung der Wehr gut gewartet und mit wichtigen Rettungsgeräten wie z.B. Hebekissen sinnvoll ergänzt werden konnte.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Errichtung eines neuen Gerätehauses nicht mehr zu umgehen. Mit dem Beschluss des Gemeinderates zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses, der gleichzeitig den Um- und Erweiterungsbau des Rathauses beinhaltete, fand ein 10-jähriges "Trauerspiel" um die Suche nach einem geeigneten Standort sein Ende. Am 10.11.1988 konnte endlich mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bis zum Richtfest im Juli 1989 wurden dabei von 35 Kameraden fast 1000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Doch durch einen eher schleppenden Fortgang der Baumaßnahme vergingen noch über 3 Jahre, bis endlich am 4. Oktober 1992 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung sowie zahlreicher Ehrengäste, die feierliche Einweihung stattfinden konnte. Das moderne Gebäude trug sicherlich auch mit dazu bei, daß der Kreistag 1994 beschloß, einen Rüstwagen RW 2 in Georgensgmünd zu stationieren. Dieser wurde 1996 zusammen mit einem neuen, von der Gemeinde angeschafften, Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 an die Georgensgmünder Feuerwehr übergeben.

Die Arbeit der Feuerwehr beschränkt sich aber nicht nur auf ihre Pflichtaufgaben. Es findet ein sehr reges Vereinsleben statt, in das auch die Freunde und Gönner unserer Wehr mit eingebunden sind. Nicht mehr weg zu denkende Termine im Vereinskalender sind das Grillfest, die Fischpartie und der Vereinsausflug. Geschmack und Qualität unseres Rollbratens, der auf dem in Eigenregie gebauten Großgrill zubereitet wird, überzeugt jedes Mal weit über 100 Teilnehmer. Aufgrund der guten Betreuung wachsen in dem von der Gemeinde gepachteten Löschweiher in Oberheckhofen jährlich stattliche Karpfen heran. Diese werden dann am Jahresende bei einer zünftigen Fischpartie den Aktiven als kleines "Dankeschön" gut gebraten serviert. Neben der ständigen Pflege des Gewässers werden laufend umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. U.a. wurde 1980 in 300 freiwilligen Arbeitsstunden eine neue Staustufe für den Teich speisenden Rumbach erstellt.

Obwohl sie sich in Georgengmünd sehr wohl fühlt, geht die "Feuerwehrfamilie" ab und zu auch gerne auf Reisen. Unsere Ausflüge reichen von der eintägigen Weinfahrt bis zu mehrtägigen Auslandsreisen. Mit Hamburg, Paris, Prag, Ungarn und Südtirol soll nur eine kleine Auswahl der bisherigen Reiseziele genannt sein. Daneben wurden zahlreiche Lehr- und Informationsfahrten durchgeführt. Wie es der Name vermuten läßt, dienten sie in erster Linie der Weiterbildung der aktiven Mannschaft. So konnten u.a. bei Besuchen der Berufsfeuerwehr München, der Flughafenfeuerwehr München oder bei der Betriebsfeuerwehr der BASF in Ludwigshafen interessante Erkenntnisse für die eigene Arbeit gewonnen werden.

Mit vielfältigen Aktivitäten beteiligte sich unser Verein auch rege am Gemeindeleben. Neben der Teilnahme an vielen Festen unserer Ortsvereine ist die Mitwirkung am Wasserradfest zu nennen. Durch die jährlichen Übungen in den Ortsteilen Hauslach und Oberheckenhofen unter Einbindung der Bevölkerung wird ein wesentlicher Beitrag zur Förderung der Dorfgemeinschaft geleistet. Aber auch außerhalb der Gemeinde- und Landkreisgrenzen ist die Georgensgmünder Feuerwehr im Einsatz. So sind wir stets mit einer ansehnlichen Abordnung vertreten, um mit Nachbarwehren deren Jubiläen und Feste zu feiern. Wenn meistens am ersten Juliwochenende die Rennwagen auf dem Norisring in Nürnberg ihre Runden drehen, dann tragen auch Kameraden unserer Wehr mit dazu bei, dass die Sicherheit und Ordnung an der Rennstrecke gewährleistet ist. Seit jeher wird am Kirchweihsamstag von den Aktiven unserer Wehr der Kirchweihbaum eingeholt und unter verbaler Mithilfe der Kirchweihgäste aufgestellt.

Viele unserer Aktivitäten wären nicht oder nur eingeschränkt möglich ohne die tatkräftige Unterstützung durch unsere Frauen. Ihnen, die so oft mit Rücksicht auf den Dienst ihrer Männer auf vieles verzichten müssen, gebührt an dieser Stelle unser herzlichster Dank.

Wer viel arbeitet soll auch feiern. Einen Höhepunkt stellte 1985 unser 110-jähriges Gründungsjubiläum dar, das wir zusammen mit den Ortswehren und -vereinen in der Turnhalle begingen. Neben der bereits seit langem bestehenden Patenschaft für unsere Petersgmünder Kameraden durften wir 1983 bzw. 1999 auch für unsere Nachbarwehren in Mosbach und Rittersbach dieses ehrenvolle Amt übernehmen. Darin sehen wir nicht ohne Stolz eine Wertschätzung für unsere Leistungen sowie die kameradschaftliche Zusammenarbeit.

Schlusswort der Chronik zum 125-jährigen Jubiläum im Jahr 2000:

Die Freiwillige Feuerwehr Georgensgmünd hat in der Vergangenheit Hervorragendes geleistet. Wir sehen dies auch als Verpflichtung für die Zukunft. Die gute Ausstattung und Ausbildung, die den Anforderungen einer schlagkräftigen und modernen Stützpunktfeuerwehr entsprechen, lässt uns mit Zuversicht und Optimismus nach vorne blicken auf den Weg in das vor uns liegende Jahrhundert. Diese Hoffnung stützen wir nicht zuletzt auf die selbstlose Einsatzbereitschaft unserer Wehrmänner. Sie sind da, wenn es darum geht, das Leben, die Gesundheit sowie Hab und Gut ihrer Mitbürger zu schützen und zu bewahren.

1950 bis 1975

Am 2. Juli 1950 feierte die Freiwillige Feuerwehr ihr 75-jähriges Bestehen im Vereinslokal "Bayerischer Hof" mit einem Festball, bei dem die Mitglieder bereits die neuen Feuerwehrröcke präsentieren konnten und als 1952 das in den Jahren 1950/51 neuerbaute Rathaus am Lerchenbuck eingeweiht wurde, war das auch für die Feuerwehr wieder ein Grund zum Feiern. Ein Teil des Gebäudes diente von nun an als Gerätehaus, die alte Unterkunft gegenüber der Gastwirtschaft Böhm wurde aufgegeben. Auch ein neues Tanklöschfahrzeug kam damals hinzu und 1961 folgte ein Löschgruppenfahrzeug.

Im März 1965 feierte die Wehr ihr 90-jähriges Jubiläum mit einem großen Festzug und im Mai 1968 lud sie zur großen Weihe der neuen Fahne ein. Wahlspruch ist seitdem "Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr".

Ein Höhepunkt in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr war das 100jährige Jubiläum, das man 1975 in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste ausgiebig feierte. Rechtzeitig zu den Feierlichkeiten war das Tanklöschfahrzeug "im Eigenbau" erneuert worden. Die hundertjährige Wehr konnte bereits auf eine beachtliche Bilanz zurückblicken: 424 Brände hatte sie bis dahin bekämpft, darunter der Brand beim Winkler 1897 und der Brand Häberlein 1898, ein Einsatz beim Fliegerangriff auf Ellingen und die Einsätze in den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkrieges, wo nur alte Männer, Mädchen und Jungen zur Verfügung standen. Für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg sind besonders die Brände bei den Firmen Vowinckel (1954), Grundig (1963) und der Brauerei Georgensgmünd (1964) zu nennen. Auch die gemeindliche Hopfenhalle geriet 1959 in Brand.

Festzug 1950
Fahnenweihe 26. Mai 1968
100-jähriges Jubiläum 1975
Festzug 1975

1925 bis 1949

Die moderne Lafettenmotorspritze

Das nächste Jubiläum, die 50-Jahr-Feier, wurde 1925 gebührend im Hofmannskeller gefeiert. Der Gemeinderat machte der Feuerwehr eine moderne Lafettenmotorspritze zum Geschenk. Die Folgen dieser technischen Neuerung waren verblüffend, wie der damalige Bürgermeister Georg Lödel befriedigt feststellte:

"Es gab (...) auffallend viele Brände im Jahre 1924 und 1925 (...) Seit Anschaffung der Motorspritze hat deren Auftreten so einschüchternd gewirkt, daß das Jahr 1926 und 1927 ohne Brandfall verlaufen ist".

Und kam es doch mal zu einem Brand, dann war die Wirkung des neuen Gerätes beeindruckend. So ließ der Bahnhofswirt Fritz Hauselt nach einem Brand per Dankanzeige in der Zeitung veröffentlichen:

"Großer Dank gebührt auch den Herren, die in weitsichtiger Weise sich für die Beschaffung der Motorspritze eingesetzt haben, denn ohne Motorspritze wäre wohl bei dem stark herrschenden Wind, ein nicht ausdenkbares Unheil entstanden und die Rettung meines Wohnhauses nicht möglich gewesen."

Die alte Saug- und Druckspritze von 1876 überließ man den Oberheckenhofener Kollegen. Doch diese zeigten wenig Interesse an dem veralteten Stück und mußten eigens dazu aufgefordert werden, die Spritze angemessen zu verstauen, zu reinigen und einzufetten.

Das Feuerspritzenhaus in Friedrichsgmünd erwies sich im Laufe der Zeit als unzureichend. Die Motorspritze konnte dort kaum vor dem winterlichen Frost geschützt werden. Die Ortspolizeibehörde erließ deshalb im Dezember 1925 folgende Anordnung:

"Die hiesigen Herren Bäckermeister werden hiermit aufgefordert, im Falle des Ausbruch[s] eines Brandes in hiesiger Gemeinde, sofort nach dem Feuerruf mit einem Kübel heißen Wassers an das Feuerhaus zu eilen. Dasselbe wird zum Antrieb der Motor-Feuerspritze benötigt."

Auch die Unterbringung der Wasserschläuche war nicht ganz unproblematisch: Sie hingen in der Nähe des Kriegerdenkmals am Bruckespan an Balken, die man zwischen zwei Bäume gelegt hatte. Aber die Pläne für einen Neubau des Feuerspritzenhauses am Bruckespan konnten aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden. So zog man schließlich 1935 ins ehemalige Büttelhaus am Marktplatz ein, wo auch die Hopfenwaage stand. (Das einstige Feuerspritzen- und Waaghäuslein am Steinbach, gegenüber der Böhm'schen Wirtschaft gelegen, riß man nach dem Krieg kurzerhand aus verkehrstechnischen Gründen ab). Die Errichtung der gemeindlichen Wasserleitung im gleichen Jahr erleichterte der Feuerwehr die Beschaffung des Löschwassers erheblich.

Der nationalsozialistische Staat bemühte sich schon sehr früh, auch die Tätigkeitsbereiche der Feuerwehren in seinem Sinne zu erweitern. So erging im November 1935 eine Anordnung vom Schwabacher Bezirksamt an die Bürgermeister von Abenberg, Georgensgmünd, Roth, Spalt und Wendelstein, jeweils sechs Feuerwehrmänner zu einem besonderen Lehrgang nach Nürnberg zu schicken. Der Lehrgang behandelte Themen wie "die Notwendigkeit des Luftschutzes auf dem Lande und sein Aufbau", "Gebrauch der Gasmaske", "Erkennen und Behandlung von Gas- und Kampfstoffen" und "Hilfe bei Gas- und Kampfstofferkrankten". Wen wunderte es da, daß das Interesse an solch umfunktionierter Feuerwehrarbeit spürbar nachließ. Drei Jahre später beklagte sich der damalige Bürgermeister Minnameyer über "eine beschämende Interesselosigkeit dem Feuerlöschwesen gegenüber" und drohte:

"Wer glaubt den an ihn gerichteten Ruf sich entziehen zu wollen wird nicht nur als Außenseiter öffentlich abgeprangert, sondern hat empfindliche Maßnahmen gegen sich zu gewärtigen."

Doch die derart verordnete' Dienstbereitschaft konnte nicht so recht motivieren. Im Juli 1943 schrieb der damalige Wehrführer an den Bürgermeister:

"Trotz mir aller gegebenen Mühe ... gelingt es mir nicht, den größten Teil derjenigen Feuerwehrmänner, welche zum Dienst aufgefordert bzw. befohlen werden, dieselben beizubringen. Mithin leidet die ganze Wehr immer mehr darunter, weil diejenigen Kameraden, welche mit Regelmäßigkeit zum Dienst antreten, unter diesen gegebenen Umständen mißmutig werden und durch starken Unwillen dies zum Ausdruck geben."

Doch die "Motivationsschwäche" war bald nicht mehr das Hauptproblem: Bereits im November 1943 war die "Schlagkraft" der Gmünder Feuerwehr durch Einberufungen derart geschwächt, daß im Ernstfalle eine wirksame Brandbekämpfung kaum noch möglich war. So begann man ältere Bürger und HJ-Mitglieder zum "Pflichtfeuerwehrdienst" heranzuziehen. Und es dauerte nicht mehr lange, dann gab es auch "Feuerwehrhelferinnen". Die Strafe für Nichterscheinen war inzwischen von 3 RM auf 150 RM (1944) geklettert.

Nach dem Krieg organisierte sich die Feuerwehr neu und man versuchte, neue Mitglieder anzuwerben. Die Geräte und Ausrüstung waren inzwischen in die Jahre gekommen. Wie dringend das Material der Feuerwehr in der Zeit nach dem Kriege erneuert werden mußte, macht ein Schreiben des damaligen Kassiers Hans Hönig an den Bürgermeister vom 16.10.1949 deutlich. Darin heißt es u.a.:

"Die Verwaltung der freiwilligen Feuerwehr ist sich der mißlichen finanziellen Lage der Gemeinde bewußt, sie kann aber nicht umhin darauf aufmerksam zu machen, daß die Schläuche, das wichtigste Mittel zur Brandbekämpfung sehr schlecht werden (...) und die alten Uniformröcke waren schon alt, als wir vor 25 Jahren reinschlüpften und sind inzwischen nicht jünger und schöner geworden (...) wir wollen keine unnötigen Ausgaben, fühlen uns aber verpflichtet, dem Gemeinderat diese Umstände zu unterbreiten, damit erstens die Feuersicherheit der Gemeinde gewährleistet ist und zweitens das Ansehen der Feuerwehr einer so großen Gemeinde anderen gegenüber aufrecht erhalten wird".

Gründung bis 1925

Gruppenbild der noch jungen Feuerwehr

Kommandant wurde damals Lippmann Gern, Schriftführer Karl Fauser und Kassier Johann Schleusinger. Für 584,- Mark wurden die ersten Geräte angeschafft:

zwei Giebel- und zwei Hängeleitern

  • 100 Fuß Schläuchedrei Verschraubungen
  • 8 Signalhörner
  • 24 Helme, Gurte und Beile für Steiger- und Rettungsmannschaft
  • 24 Mützen für die Spritzenmannschaft

Der Betrag wurde teils vom Kreis, der Gemeinde und von den Mitgliedern selbst aufgebracht.

Ein Jahr nach der Gründungsveranstaltung, im Dezember 1876, erwarb die neue Feuerwehr für 1510,- Mark von der Firma Braun aus Nürnberg die erste Löschmaschine, eine Saug- und Druckspritze. Sie war bis 1925 in Gebrauch. 1883 wurde das erste Feuerspritzenhaus errichtet, gleich gegenüber dem Schlößchen, wo sich heute die Sparkasse befindet. Die Kosten dafür trug die Gemeinde, obwohl sie damals an notorischer Geldknappheit litt, wie in einem Zuschußgesuch nach München berichtet wurde. Auch ein Darlehen für die Anschaffung der notwendigen Gerätschaften gewährte die Gemeinde ihrer Feuerwehr, wenn auch verzinslich.

Schon in den ersten Jahren ihres Bestehens entwickelte sich ein reges Vereinsleben. Höhepunkt war stets der Kirchweihmontag an dem die Feuerwehr geschlossen nach Hauslach marschierte. Als man im Jahr 1900 das 25-jährige Bestehen im Garten des Gasthauses Feuerlein feierte, entstand anläßlich dieses Jubiläums auch ein Foto, das zu den frühesten Zeugnissen Georgensgmünder Vereinslebens gehört und das am 15. Dezember feierlich im Vereinslokal enthüllt wurde. Der Ort hatte damals gerade mal knapp 1600 Einwohner und der Aufgabenbereich der Feuerwehr beschränkte sich nicht nur auf Einsätze im Dorf. Aus einer Vereinbarung mit der Eisenbahnverwaltung geht hervor, daß sie auch verpflichtet war, bei eventuellen Eisenbahnunfällen in ihrem Einzugsbereich Hilfe zu leisten und Ordnungsaufgaben zu übernehmen. Mit dem Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches 1900 wurde die Feuerwehr auch ins Vereinsregister aufgenommen. Im Vereinsprotokollbuch heißt es unter anderem zu diesem Jahr:

"Nachdem die Tagesordnung erschöpft war, nahm Vorstand Welsch das Wort und brachte zum 79. Geburtstag seiner königlichen Hoheit, des Prinzregenten Luitpold, als Protektor der bayerischen Feuerwehren einen Toast, in welchem von Seiten der anwesenden Generalversammlung mit Begeisterung eingestimmt wurde."

Ein Jahr zuvor, 1899, war die Gmünder Feuerwehr "unter dem allerhöchsten Protektorate" des Prinzregenten in den Bayerischen Landes-Feuerwehr-Verband aufgenommen worden.